Gesundheitszentrum Tabarre.
Das nachgefragteste unserer Zentren mit ~800 Konsultationen pro Monat — bis das Gebäude beim Erdbeben 2010 auseinanderbrach. Heute trägt es als Studentenheim den Anspruch "Gesundheit für alle" weiter.
Vom dichtbesetzten Mutter-Kind-Zentrum zum Studentenheim.
Tabarre liegt zwischen Delmas und dem Flughafen von Port-au-Prince — eine junge Kommune, deren Bevölkerung einen relativ hohen Mittelschicht-Anteil aufweist. Genau diese Mischung machte das Zentrum solidarisch: Es konnte eigene Kosten decken und andere Haiti-Med-Zentren mit subventionieren.
Mutter, Kind und kleine Chirurgie unter einem Dach.
Tabarre verband Mutter-Kind-Programm, Labor, Pharmazie und kleinere chirurgische Eingriffe. Schwerpunkt war die Begleitung schwangerer Frauen vor, während und nach der Geburt sowie die Versorgung der Kinder von 1 bis 3 Jahren. Vor 2010 lag die tägliche Patient*innenzahl bei rund 50 mit steigender Tendenz — kontinuierliche Fort- und Weiterbildung des Personals war fester Bestandteil.
Geplant waren bereits Erweiterungsstufen: mindestens 6 Betten für stationäre Versorgung, mittelfristig ein Krankenhaus mit ca. 50 Betten und 24-stündigem Ambulanzdienst. Durch den Mittelschicht-Anteil hätte Tabarre dauerhaft als solidarische Quersubvention für Ti Tanyen und Cité Siclait wirken können.
Eröffnung, Erdbeben, Weiterleben.
-
2003
Eröffnung des Zentrums.
Haiti-Med eröffnete das Gesundheitszentrum Tabarre — von Beginn an mit Mutter-Kind-Schwerpunkt.
-
2003 – 2010
Nachfrage stieg auf ~800 Konsultationen pro Monat.
Tabarre wurde das nachgefragteste Zentrum unter den drei Haupt-Standorten des Vereins.
-
12. Januar 2010
Das Gebäude brach beim Erdbeben auseinander.
Das Laboratorium war zerstört. Aus Sicherheitsgründen konnte niemand mehr darin arbeiten.
-
2010 – 2015
Wiederaufbau in Etappen.
Mit zentralen Mitteln aus dem 300-prozentigen Spendenanstieg nach dem Beben wurde das Gebäude wiederaufgebaut.
-
2015
Übergang zum Studentenheim.
Das Gebäude wurde als Studentenheim für Medizinstudierende der Fondation Aristide und für Studierende, die in Kuba ausgebildet wurden, weitergenutzt. Sie organisieren ihre Klinikarbeit in Eigenregie weiter.
-
seit 2016
Haiti-Med unterstützt die Studierenden weiter.
Renovierungen und medizinische Geräte gehen weiterhin nach Tabarre — getragen vom gemeinsamen Anspruch "Gesundheit für alle".
„Sie und wir wollen dasselbe: Gesundheit für alle.„
Was Tabarre geleistet hat.
Daten aus dem Spendenaufruf vor 2010.
Renovierung und Geräte für die Studierenden.
Das Studentenheim wird in Eigenregie der Studierenden-Gruppe geführt. Haiti-Med unterstützt mit Renovierungen und medizinischen Materialien — damit die nächste Generation haitianischer Mediziner*innen ausgebildet werden kann.
- 75 € Ein Set Verbandsmaterial für die nächste Renovierungsetappe.
- 320 € Ein Stethoskop und Blutdruckmessgerät für die Klinikarbeit der Studierenden.
- 1.200 € Eine vollständige Sanitär-Renovierung in einem Wohntrakt.
Beträge sind Beispielrechnungen — die genauen Bedarfsbeträge bestätigt der Vorstand vor jeder Kampagne.
Gesundheits-Standorte und Bildungspartner.
Gesundheitszentrum Ti Tanyen
Sozialmedizinische Station seit 1994 mit Mutter-Kind-Programm und Außenstationen.
Zum ProjektUNIFA – Universität
Die ausbildende Universität der Studierenden, die heute das Tabarre-Gebäude nutzen.
Zur UniversitätGesundheitszentrum Cité Siclait
Das dritte der drei Haupt-Zentren — bis 2015 in Vereinsträgerschaft.
Zur Geschichte