Gesundheitszentrum Ti Tanyen.
Sozialmedizinische Station für mehr als 15.000 Menschen entlang der Nationalstraße 1 — mit Schwerpunkt Mutter-Kind-Versorgung, Hausbesuchen und Trinkwasser-Programmen.
Ambulante Versorgung dort, wo der Staat nicht hinkommt.
Ti Tanyen liegt rund 25 km nördlich von Port-au-Prince in einer kargen Region. Das Zentrum St. Antoine versorgt monatlich rund 500 Patient*innen. 50 bis 60 Prozent davon sind schwangere Frauen und Kinder. Drei Außenstationen in Planquette, Fito und Kaloné werden einmal monatlich mitbetreut.
Was im Zentrum täglich passiert.
Eine Ärztin ist an drei Tagen pro Woche vor Ort. An den anderen Tagen leitet die Krankenschwester mit zwei Hilfskrankenschwestern und ehrenamtlichen Helfer*innen aus der Gemeinde. Behandlungs- und Untersuchungsraum, kleines Labor, Pharmazie und Verwaltung passen unter ein Dach.
Das Programm umfasst allgemeinmedizinische Untersuchungen und Behandlungen, Vorsorge während der Schwangerschaft, Entbindungen in Zusammenarbeit mit traditionellen Hebammen, Säuglingsuntersuchungen, Ernährungs- und Gewichtskontrolle, Notfallbehandlung in allen Bereichen, Impfkampagnen, HIV/AIDS-Aufklärung, Familienplanung sowie Alphabetisierungs-, Trinkwasser- und Latrinenbau-Programme.
In Haiti werden kleine Gesundheitsstationen wie diese als Clinique bezeichnet — nicht zu verwechseln mit dem deutschen Begriff Krankenhaus.
Von der Pfarrer-Initiative zur Vereins-Trägerschaft.
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1991
Gründung durch Père Jean-Marie Vincent.
Père Jean-Marie Vincent gründete die Klinik St. Antoine gemeinsam mit dem örtlichen Komite Sante.
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1993
Erste Förderpartnerschaft aus Erkrath.
Die Ökumenische Initiative für die 3. Welt Erkrath e.V. begann, kurative und präventive Maßnahmen finanziell und ideell zu tragen.
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1994
Haiti-Med übernahm die Trägerschaft.
Nach der Ermordung Père Jean-Marie Vincents übernahm Haiti-Med die Verantwortung für das Zentrum.
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1995
Latrinenbauprogramm startete.
Erste systematische Sanitärinfrastruktur-Projekte begleiteten die medizinische Arbeit.
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2010
Erdbebenopfer kostenlos behandelt.
Ti Tanyen blieb beim Beben unbeschädigt. Das Team behandelte zahlreiche aus Port-au-Prince geflüchtete Erdbebenopfer ohne Berechnung.
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2011
Dr. Jacquet übernahm die Leitung.
Eine schwierige Phase begann: Der parallele Straßenbau Richtung Mirebalais erschwerte die Anfahrt für viele Patient*innen.
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2013
Ende der Erkrather Förderung.
Nach 20 Jahren endete die finanzielle Unterstützung durch die Ökumenische Initiative Erkrath.
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seit 2016
Dr. Jean-Pierre Brysma als Ansprechpartner.
Die Konkurrenz durch andere NGO-Krankenhäuser in der Region nahm zu — viele behandeln kostenlos. Das Zentrum bietet weiterhin Dienstleistungen an.
Versorgung in Zahlen.
Stand der Zahlen: letzte gemeldete Erhebung. Aktuelle Konsultationszahlen 2026 werden durch das Team in Ti Tanyen verifiziert.
„Wir sind da, wenn die staatlichen Strukturen nicht reichen — und wir bleiben.„
Wofür wir aktuell sammeln.
Ti Tanyen läuft mit minimaler Marge. Steigende Medikamentenpreise, höhere Spritkosten und die zunehmend unsichere Anfahrt belasten das Budget. Jede zweckgebundene Spende kommt direkt im Zentrum an.
- 50 € Ein Monat Basismedikamente für eine Familie in Ti Tanyen.
- 180 € Eine begleitete Entbindung inklusive Vor- und Nachsorge.
- 600 € Ein Quartal Treibstoff für die monatlichen Außenstationen-Touren.
- 2.400 € Ein Jahr Gehalt einer Hilfskrankenschwester vor Ort.
Beträge sind Beispielrechnungen — die genauen Bedarfsbeträge bestätigt der Vorstand vor jeder Kampagne.
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